Der leichte und der steinige Weg

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Eines Tages kam ein Lehrer in seine Klasse und gab seinen Schülern jeweils 2 Blätter. Auf eines der Blätter sollten sie all die Dinge aufschreiben, über die sie sich im Laufe der letzten Woche beschwert hatten: Lehrer, Hausaufgaben, das Wetter ect. Nachdem die Schüler damit fertig waren, schrieben sie auf das zweite Blatt ihr größtes Ziel im Leben und gestalten es künstlerisch. Anschließend sammelte der Lehrer die Blätter wieder ein und verabredete sich mit den Schülern zur nächsten Stunde auf dem Sportplatz.

Als die Schüler dort ankamen, sahen sie sich verwundert um. Der Lehrer erwartete sie an der Startgeraden der 1.000 Meter-Strecke. Neben ihm lagen Steine und mehrere Schubkarren standen bereit. Hoch über die Zielgerade war eine Leine gespannt, woran alle Ziele der Schüler befestigt waren. Die Schüler fanden sich in Gruppen zusammen und überlegten, was der Lehrer damit bezwecken würde… Zu Beginn der Stunde bekam schließlich jeder seinen Zettel mit seinen Beschwerden ausgehändigt. Die Schüler an der Startgerade mussten für jede ihrer Beschwerden jeweils einen Stein in ihre Schubkarre legen. Manche der Schüler hatten wenig, worüber sie sich beschwert hatten. Sie waren schnell damit fertig, ihre Schubkarre zu befüllen und konnten in Richtung Ziel laufen. Die Schüler mit den meisten Beschwerden brauchten natürlich am längsten und hatten auch das meiste Gewicht auf ihrem Weg mitzunehmen.

Nachdem alle Schüler am Ziel angekommen waren, guckte der Lehrer sie an und erklärte ihnen: „Alles, worüber du dich beschwerst, nimmt dir Energie. Es raubt dir Zeit, denn solange wie du deine Beschwerden vorbringst, kannst du dich nicht um dein Ziel kümmern – deshalb konnten die Schüler mit den wenigen Beschwerden schneller auf ihr Ziel zusteuern. Es raubt dir Kraft, denn du verschwendest deine Stärke damit, dich um deine Beschwerden zu kümmern – deshalb hatten die Schüler mit den wenigen Beschwerden mehr Kraft für ihren Weg zum Ziel. Es raubt dir Leichtigkeit und macht so deinen eigenen Weg schwerer – deshalb hatten die Schüler mit den wenigen Beschwerden es leichter, ihr Ziel zu erreichen. Solange du dich nur über Dinge beSCHWERst und über sie jammerst, anstatt zu handeln, beSCHWERst du immer dein eigenes Leben. Akzeptierst du hingegen die Dinge, die du nicht ändern kannst, wird es für dich immer leichter sein, deinen Weg zu gehen und dein Ziel zu erreichen.“

© Ilka Köhler

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Herzensgrüße

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