5 gute Gründe, dankbar zu sein

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Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Nichts scheint zu klappen und man fühlt sich so richtig schlecht. Schließlich beginnt man mit dem „Schicksal“ zu hadern und sich zu beklagen. Doch ist es wirklich so? Ist das Leben so beklagenswert? Gibt es hingegen nicht sogar sehr viele schöne Dinge, für die man dankbar sein könnte? Ist die eine Situation nicht eher wie ein schwarzer Punkt auf einem weißen Papier? In solchen Momenten ist es wichtig zu hinterfragen, ob denn wirklich alles so schlecht ist. Schließlich möchte ja keiner in der düsteren Stimmung hängenbleiben, sondern sich lieber an etwas Schönem erfreuen. Woran liegt es also, dass die Dunkelheit den Rest überlagert? Häufig liegt es einfach daran, dass wir die kleinen Freundlichkeiten, Schönheiten und Hilfen des Alltags kaum noch bemerken oder längerfristig wirklich dankbar darüber sind. 

„… dankbar können wir für so vieles sein. Jeder Mensch auf der Welt hat etwas, wofür er dankbar sein kann und sein sollte. Für große, umwälzende Geschehnisse, aber auch für ganz kleine, alltägliche Dinge. … “  Auszug aus Ilka Köhler „Das Geheimnis glücklicher Pädagogen“

Doch es wird Gewohnheit, dass der Kollege morgens den Kaffee mitkocht. Manchmal fallen diese Kleinigkeiten dann erst auf, wenn sie fehlen. Plötzlich ist kein Kaffee gekocht, kein Bett gemacht, nicht eingekauft oder die Bürotasse nicht abgewaschen. Waren wir vielleicht nicht dankbar genug? Wenn man bewusst darüber nachdenkt, ist es interessant, wie viele dieser kleinen Freundlichkeiten unserer Mitmenschen uns spontan einfallen. Vielleicht ist unser Leben doch nicht so schecht? Lohnt es sich tatsächlich, dankbarer zu werden? Doch was passiert dann…?

1. Du richtest dich auf das Gute aus

Wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, dankbar zu sein, fallen uns im Verlauf der Zeit immer mehr Dinge, Menschen oder Geschehnisse ein, für die wir dankbar sein können. Nette Worte, schönes Essen, freundliche Begegnungen oder Hilfestellungen werden nicht mehr als nichtig abgetan oder mit einem Achselzucken negiert. Spätestens wenn wir abends im Bett liegen und die 5 schönsten Dinge des Tages in unser Dankbarkeitsbuch schreiben, rückerinnern wir uns an diese wunderbaren Begebenheiten und tanken damit Kraft, Zuversicht und Vertrauen in uns und in unser Leben. Außerdem richten wir unser Augenmerk so kurz vor dem Schlafengehen auf Dinge die uns gefallen und unser Unterbewusstsein belohnt uns mit einem glücklichen Schlaf und arbeitet derweil daran, mehr dieser Dinge in unser Leben zu ziehen.

2. Du gehst wertschätzender mit deinem Umfeld um

Wenn wir achtsamer sind, fallen uns immer mehr Situationen auf, bei denen unser Umfeld darum bemüht ist, uns etwas Gutes zu tun. Umso dankbarer wir werden und unsere Dankbarkeit vermehrt in uns spüren, sind wir auch in der Lage, sie mit unserer Umgebung zu teilen. Wir können uns bei unseren Mitmenschen für nette Worte, Gesten oder Hilfen bedanken und ihnen sagen, dass uns ihre freundliche Art aufgefallen ist und wir uns darüber freuen. Dabei zeigen wir ihnen, dass sie wertvoll für uns sind und wir ihre Worte, Gesten oder Hilfen zu schätzen wissen. Wir erkennen ihren Wert. Dies fördert auch das Selbstwertgefühl unserer Mitmenschen. Denn mit dieser positiven Erfahrung der Wertschätzung erfahren die Menschen unseres Umfeldes Anerkennung und Zuspruch.

3. Du bekommst mehr, wofür du dankbar sein kannst

Wenn unser Umfeld registriert, dass uns das Lächeln, die netten Wort und Unterstützungen auffallen und wir sie dankbar annehmen, werden die Menschen in unserer Umgebung uns auch vermehrt mit solch angenehmen Dingen beschenken. Sie wissen jetzt, dass wir uns darüber freuen und sind durch unsere Wertschätzung bestrebt, uns mehr davon zukommen zu lassen. Daran ist auch nichts negativ. Wir müssen uns also nicht schlecht fühlen, wenn uns andere Menschen etwas Gutes tun. Es heißt nicht umsonst „Geben ist seliger denn nehmen.“ Vielen Menschen macht es Spaß, andere glücklich zu machen. Indem wir ihre Worte, Taten und Geschenke dankbar annehmen und unsere Freude darüber zeigen, können sie sich mit uns freuen und wir erhalten ihre Freude am Schenken.

4. Du bist glücklicher

Wenn wir dankbarer durchs Leben gehen, fallen uns all die wunderschönen Momente, Menschen und Möglichkeiten bewusst auf, für die wir dankbar sein können. Dadurch erfahren wir erst den wahren Reichtum, den uns das Leben zu bieten hat. Wenn wir dies dankbar annehmen, breitet sich in uns ein Glücksgefühl aus, das wertvoller ist als nur das kurze Glück bei materiellen Errungenschaften. Diese Dankbarkeit macht aus uns langfristig glücklichere Menschen, denn wir können auch in traurigen oder einsamen Momenten darauf blicken, was uns das Leben trotzdem schenkt. Noch besser geht dies, wenn wir ein Dankbarkeitsbuch führen und es uns in schweren Stunden hervorholen und darin nachlesen können, was für großartige Geschenke das Leben für uns bisher bereitgehalten hat.

5. Die Welt wird freundlicher

Wenn wir dankbarer und somit freundlicher sind, wird unsere Umgebung hilfsbereit und freundlich reagieren. Es ist ein einfaches Gesetz von Aktion und Reaktion. Umso dankbarer und glücklicher wir durchs Leben gehen, umso mehr positive Reaktionen erzeugen wir in unserem Umfeld. Vielleicht lächeln wir morgens in der Bahn jemanden zu und bedanken uns für den angebotenen Sitzplatz oder die aufgehaltene Tür. So wird dieser Mensch ermutigt sein und weiterhin freundlich sein. Auch wir können seine positive Stimmung weitergeben (oder selbst damit beginnen) und sind der Dame mit dem Kinderwagen behilflich. Diese wird ebenso dankbar sein und sich über die Hilfe freuen und so dem nächsten Menschen behilflich sein. Und mit jedem dankbaren Wort oder jeder dankbaren Geste ermutigen wir diese Menschen, weiterzumachen und die Welt in einen freundlicheren, hilfsbereiteren Ort zu verwandeln.

Vielleicht fängst du jetzt auch an, ein Dankbarkeitsbüchlein zu führen. Vielleicht schreibst du einfach eine Dankeskarte an jemanden oder du rufst jemanden an. um dich zu bedaanken. Was auch immer du tust, ich wünsche dir, dass die Dankbarkeit einen großen Raum in deinem Leben einnimmt.

Dankbare Grüße

 ilka-violett

 

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